Einfluss der Enhanced Campaigns auf die CPC‘s von Tablet- und Desktopendgeräten

Durch die Einführung der Enhanced Campaigns hat Google sich dazu entschieden, die Bereiche Tablet und Desktop gleichzustellen. Demnach haben interne Auswertungen von Google ergeben, dass eine Unterscheidung zwischen Tablet- und Desktoptraffic aus einer Marketingsicht nicht nötig ist.

Im folgenden Beitrag möchten wir von der AdWords AgenTurbo unser Hauptaugenmerk auf die Auswirkungen der von Google eingeführten Enhanced Campaigns auf die CPC´s von Tablet- und Desktopendgeräten richten.

Für Werbetreibende scheint dies vor allem zu bedeuten, dass sie nun für alle Suchbegriffe in jeder Anzeigengruppe ein Gebot abgeben müssen, das identisch zu dem im Desktop-Bereich ist. Dementsprechend sollen laut Google aller Voraussicht nach die SEA Maßnahmen für Tablet- und Desktopendgeräte identisch in ihrer Wettbewerberart, ihrer Quantität und zuletzt auch der Höhe des CPC‘s sein.

Dass die CPC‘s von Tablet- und Desktopendgeräten im Gegensatz zu Googles Aussagen jedoch in der Realität nicht zwingend identisch sind, wird im nun im Folgenden aufgegriffen.

Auswirkungen auf die CPC‘s

Als zertifizierter Google Partner betreuen wir von AdWords AgenTurbo eine Vielzahl von Kunden mit unterschiedlichen AdWords-Konten. Bei der Betreuung von eben diesen ist trotz der Berücksichtigung der Enhanced Campaigns in der Regel ein Unterschied zwischen den CPC‘s von Tablet- und Desktopendgeräten in Erscheinung getreten. Zwar ist der Unterschied oftmals nur marginal, jedoch sollte sich der CPC von Tablet- und Desktopendgeräten laut Google überhaupt nicht unterscheiden. Die Frage, die sich nun stellt ist, wie jetzt letztlich die Unterschiede der CPC´s zu erklären sind? Um dieser Frage nachzugehen, befassen wir uns im weiteren Verlauf mit zwei unterschiedlichen Erklärungsansätzen.

Erklärungsansatz 1:

Je nachdem, um welchen Device es sich handelt, d.h. Desktop oder Tablet, kann es sein, dass Google die den CPC‘s zugrunde liegenden Qualitätsfaktoren unterschiedlich berechnet.

Erklärungsansatz 2:

Ein alternativer Ansatz zur Erklärung des Unterschiedes der CPC‘s ist rein mathematischer Natur. Der Bereich Desktop verfügt über mehr Anzeigenplätze als der Bereich Tablet. Werden für den durchschnittlichen CPC für den Bereich Tablet nur die Klicks auf Anzeigen der ersten acht Anzeigenplätze mit einbezogen, sind es im Bereich Desktop sogar die ersten elf Anzeigenplätze. Entsprechend werden die Positionen 9 bis 11 im durchschnittlichen CPC im Bereich Tablet nicht angezeigt. Anzumerken ist hierbei, dass die CPC‘s von den unteren Anzeigenrängen in der Regel kostengünstiger sind. Ergo sollte der durchschnittliche CPC im Bereich Tablet leicht steigen.

Validierung der Erklärungsansätze

Für eine angemessene Validierung der beiden Erklärungsansätze ist in der Regel zu empfehlen, sich mit dem eigenen AdWords Konto genauer auseinanderzusetzen.

Um den erstgenannten Ansatz beispielsweise erklären zu können, wäre es vonnöten, die einzelnen Qualitätsfaktoren auszuwerten. Jedoch bietet Google einem diese Unterscheidungsmöglichkeit der jeweiligen Qualitätsfaktoren nach den unterschiedlichen Devices, d.h. nach Tablet- oder Desktopendgerät, nicht an. Daher ist es notwendig, auf alternative Mittel zur Überprüfung zurückzugreifen. Beispielsweise kann hierfür die Auswertung der durchschnittlichen Position einer Anzeige genutzt werden. Sollte die Position einer Anzeige für die jeweiligen Endgeräte sehr ähnlich sein, so scheint der Verdacht des ersten Erklärungsansatzes bestätigt. Die Unterschiede scheinen auf verschiedenen Qualitätsfaktoren zu beruhen.

Ist die Position im Bereich Tablet jedoch besser, so spricht vieles für den zweiten Erklärungsansatz. Die Positionen neun bis elf werden im Bereich Tablet nicht berücksichtigt, und in dem Sinne wird sich der durchschnittliche CPC automatisch aufgrund des mathematischen Problems steigen.

Wie Sie bereits erkennen sollten, ist es selbst für uns als langjährig erfolgreiche Agentur schwierig genaue Aussagen zu diesem Thema zu treffen. In der Realität lässt sich kein einheitliches Bild bei der Betrachtung von verschiedenen Konten erkennen. Die Positionen vom Tablet Bereich können sowohl ähnlich, höher, aber auch niedriger ausfallen als die Anzeigen im Bereich Desktop. Ebenso scheinen beide Erklärungsansätze nicht die gesamte Komplexität dieses Themengebietes zu erfassen. Insgesamt liegt hier vielmehr die Vermutung nahe, dass die Gründe für unterschiedlich hohe CPC´s auf einer Mischung der beiden Erklärungsansätze zurückzuführen sind.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen kurzen verständlichen Einblick in dieses Themengebiet gewähren konnten. Sollten Sie weiterhin Anmerkungen oder Fragen zu diesem Thema haben, so freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Auch freuen wir uns über alternative Erklärungsansätze!

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