Eye-Tracking-Studie bei Google AdWords enthüllt Interessantes

Anfang des Jahres sind alle AdWords Anzeigen, die sich auf der Seitenleiste bei der Google Suche befanden, verschwunden. Eine Eye-Tracking Studie hat nun Interessantes zum neuen geänderten Nutzerverhalten geliefert.

Wie genau sich dieses Nutzerverhalten geändert hat und wie die Studie durchgeführt wurde, erfahren Sie in diesem Beitrag. Unser AgenTurbo Team hat die wichtigsten Fakten einmal für Sie zusammengefasst.

Wieso gab es Änderungen?

Die Änderungen zielen vor allem auf die mobile Suche ab. Anstatt am rechten Seitenrand, findet man die Werbeanzeigen jetzt nun in den Suchtreffern oder unmittelbar unter und oberhalb der Trefferlisten. Nun ist also auch die Desktop Suche an die mobile Suche angepasst. Hierzu wurden kritische Stimmen laut, die eine grundlegend veränderte Klickrate befürchteten. Weiterhin war man sich im Unklaren, ob und wie sich das jeweilige Nutzerverhalten mit einer anderen Positionierung änderte.

Die Studie

Diesen Sachverhalt haben sich die Experten von usability.de etwas näher angeschaut. Mit dem Eye-Tracking sollte festgestellt werden, ob grundlegende Änderungen beim Nutzerverhalten auf den Ergebnisseiten auftraten. Hierzu wurden 30 Teilnehmern, in einer Altersgruppe von 18 bis 54 Jahren, sechs Suchaufgaben aus drei Kategorien gestellt. Dabei wurden ihre Blickverläufe mit einer Eye-Tracking Brille aufgezeichnet und ausgewertet. Bei der Analyse wurden Heatmaps und Gaze-Plots eingesetzt, um die Ergebnisse noch besser darzustellen.

Die Ergebnisse

Die wohl wichtigste Erkenntnis, die von der Mehrheit der Probanden getroffen wurde, bezieht sich auf die Werbeeinblendungen in den Suchtreffern. Die Teilnehmer der Studie haben deutlich erkannt, dass sich darunter auch Werbeeinblendungen befanden. In Folge dessen, wurden sie kaum beachtet – und als nicht wichtig bewertet.

Weiterhin wurden die ersten beiden Treffer bei der Suchanfrage besonders oft bemerkt und auch angeklickt. Schlussendlich kann man klar sagen, dass die oberen Anzeigenplätze besonders attraktiv sind. Ad-Words Anzeigen, die ganz unten standen, wurden hingegen kaum beachtet.

Gleichzeitig gab es eine weitere, erstaunliche Erkenntnis: Die jeweilige URL spielte fast eine größere Rolle als der angezeigte Titel. Hier war der Blickkontakt der Probanden besonders ausgeprägt. Ausschlaggebend war zudem die Bekanntheit sowie Seriösität der betrachtenden Marke. Dieses Kriterium spielte eine ebenso große Rolle bei der Beurteilung und Auswahl.

Die Konzentration der Sichtkontakte liegt auf den organischen Treffern; Werbeanzeigen werden kaum beachtet.

Quelle: https://www.usability.de/usability-user-experience/publikationen/google-eye-tracking-studie.html

Fazit

Resultierend zeigt die Studie, dass Nutzer sehr wohl Werbung erkennen können. Hier werden organische Treffer klar bevorzugt und die Werbung kaum bis gar nicht beachtet.

Um Ihr AdWords überhaupt wahrzunehmen, müssen die Anzeigen eine deutliche Verbindung zu den gesuchten Keywords aufweisen. Somit ist es ratsam, Werbeanzeigen viel gezielter einzusetzen. Die Studie im Ganzen finden Sie auf usability.de.